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Das 10%-Steuermodell

Einleitung
Es klingt unglaublich, ist aber wahr. Der Staat kommt ohne die Besteuerung des Einkommens seiner Bürger und der Gewinne der Unternehmen aus. Nicht nur das: Ohne die Besteuerung prosperiert das Land, die Arbeitslosigkeit verschwindet, der unerträgliche Einfluss des Staates auf die Bürger wird zurückgedrängt. Die Menschen sind freier und glücklicher.
Die Vereinigten Staaten von Amerika kamen bis 1913 ohne die Besteuerung des Einkommens aus. Erst als die Federal Reserve erschaffen wurde, führte die Regierung eine Einkommenssteuer ein. Sie diente dazu die Zinsen auf die Anleihen zu tilgen, die die Notenbank zur Finanzierung des ersten Weltkrieges und aller weiteren Auseinandersetzungen ausgab.
Bis 1920 gab es auch in Deutschland keine einheitliche Einkommenssteuer*. Zahlreiche Staaten kommen auch heute noch ohne Einkommenssteuer aus. Oft wird diesen Ländern vorgeworfen, sie profitierten nur von Steuerflüchtlingen. Aber nicht nur Steueroasen kommen ohne oder mit nur sehr geringer Besteuerung aus.
Das Argument gegen diese Länder lautet oft, dass sie nur sehr klein seien und daher geringe Ausgaben hätten. Das ist natürlich Unsinn. Im Gegenteil: Je größer ein Land desto geringer sind die Kosten der Verwaltung - pro Kopf. In der Betriebswirtschaft ist das als Skaleneffekt bekannt. Beispielsweise braucht ein 80 Millionen Volk auch nur ein Parlament, genauso wie ein Land mit nur 100 000 Einwohnern.
Das 10%-Steuermodell
Langfristig entfallen alle Steuern und Abgaben ganz, bis auf eine Mehrwertsteuer von zehn Prozent, wenn alle Leistungen gleich besteuert werden. Das „Zehnte“ wurde schon zu Zeiten der Bibel und bis ins neunzehnte Jahrhundert als vernünftig akzeptiert. Eine Steuer von zehn Prozent wird von liberalen Ökonomen wie Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek oder Wirtschaftsethikern wie Professor Gerd Habermann auch heute noch als ausreichend angesehen. Durch den technischen Fortschritt sind in der modernen Zeit sogar weit niedrigere Sätze möglich. Die soziale Gerechtigkeit ist dabei höher, weil das Geld für echte Bedürftige und nicht für Umverteilung im System, zum Staat und zu Lobbygruppen verwendet wird.
Das staatliche Rentensystem wird über einen Zeitraum von zwanzig Jahren sukzessive in ein privates überführt. Der Übergang wird durch eine Flat-Tax (einheitlicher Einkommenssteuersatz) von 25 Prozent und einen Teil der Mehrwertsteuer von 19 Prozent finanziert. Da Staatsausgaben wie Polizei, Justiz, Feuerwehr, Verteidigung, Straßenbau, Kindergärten und Bildung zusammen deutlich weniger als zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes verschlingen, ist hier eine Menge Luft. Die unnötigen Subventionen von etwa 150 Milliarden Euro jährlich werden sukzessive, aber so schnell wie juristisch möglich zurückgeführt. Alleine durch die Abschaffung dieser Subventionen kann laut Kieler Institut für Weltwirtschaft der Einkommenssteuersatz auf einheitlich 15 Prozent sinken (vgl. Kieler Subventionsbericht 2008).
Als Resultat haben Bürger mit einem Stundenlohn von zehn Euro 10 000 Euro jährlich zusätzlich zur Verfügung um sich komfortabel privat abzusichern. Diese Absicherung kostet weniger als jetzt, weil die jetzige planwirtschaftliche, erzwungene Absicherung immer teurer sein muss. Zentrale Steuerung ist teuer und ineffizient, weil die Zentralstelle nicht die Möglichkeiten und Bedürfnisse von Millionen von Bürgern kennen kann. Zudem ist es unmoralisch, die Bürger nicht selbst entscheiden zu lassen, wie sie ihr selbst erarbeitetes Geld verwenden.
Durch Abschaffung des staatlichen Geldmonopols verschwindet Inflation völlig, weil die Geldmenge nicht mehr beliebig vermehrbar ist. Alle Arbeitnehmer profitieren dann vom technischen Fortschritt, wodurch selbst ein Niedriglöhner mit fünf Euro Stundenlohn im Alter (echter und nicht Papiergeld-)Millionär ist. Bei einem konservativ angenommenen Produktivitätsfortschritt von drei Prozent jährlich in der Privatwirtschaft könnte sich heute jeder das Sechsfache (1,03 hoch 62) leisten, wenn 1948 keine Papierwährung eingeführt worden wäre. Fallen die zwei Drittel Steuern und Abgaben weg, hätte heute also jeder das Achtzehnfache zur Verfügung. Selbst bei noch niedrigerer Ansetzung könnte jemand der heute 40 Stunden arbeitet, sich mit vier Stunden Wochenarbeitszeit dasselbe leisten.
Niemand muss soziale Not leiden und gegen Krankheit sowie Erwerbsunfähigkeit ist jeder seit Geburt versichert. Für Eltern, die sich das nicht leisten können, gibt der Staat Gutscheine aus, die Betreuung und Ernährung in Kindergarten und Schule enthalten. Kommt das System zur vollen Blüte dürfte es jedoch niemanden mehr geben, der sich die Versorgung der Kinder nicht leisten kann. Kann jemand aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten, springt die private Krankenversicherung ein. Die Risiken sind zur Geburt verschwindend gering und werden in den Tarif eingearbeitet.
In Kürze folgen hier genaue Berechnungen und eine Darstellung wie und über welchen Zeitraum das alte in das neue System überführt werden kann. Die obigen Zahlen sind belastbar und realistisch. Um Menschen von der Möglichkeit einer solchen natürlichen Wirtschaftsordnung zu überzeugen ist jedoch Aufklärungsarbeit nötig, die in dem Buch „Das Kapitalismus Komplott“ auf 450 Seiten geleistet wird. Sie können dazu auch alle Ökonomen der österreichischen Schule – die an staatlichen Bildungseinrichtungen nicht gelehrt wird - lesen (Mises, Hayek, Habermann, Baader, Hülsmann, Polleit, Prollius). Die meisten Menschen unterschätzen, welche enormen Werte das staatliche Papiergeldsystem vernichtet. Dabei muss die echte Inflation berücksichtigt werden und nicht die viel niedrigere, ausgewiesene Preissteigerungsrate. Die Inflation macht die Armen ärmer und die Reichen reicher, weil letztere wertloses Papiergeld in Sachwerte wie Rohstoffe, Aktien sowie Immobilien tauschen und die Steuern leicht umgehen können. Angestellten sowie Arbeitern bleibt dazu im heutigen System zu wenig übrig und außerdem durchschauen sie das System seltener. Zudem gehören sie zu den Letztempfängern des neu gedruckten Geldes, weil die Unternehmen zuerst die Preise und dann die Löhne erhöhen. Zu den Erstempfängern gehören die Banken, weshalb das Gehalts-, Preis, Immobilien- und Mietniveau in Finanzzentren wie Frankfurt, London, Zürich oder New York höher ist wie Nobelpreisträger Hayek ausführlich darlegt.
Verstreut finden Sie alle Erläuterungen in mehr als hundert Artikeln auf dieser Webseite, die im Laufe von zwei Jahren erstellt wurden. Folgen Sie den hier unterlegten Links und den Themenschwerpunkten links auf der Seite. Wir arbeiten an einem ausführlicheren Parteiprogramm, das alles zusammenfasst. Aber das braucht Zeit, weil wir derzeit alle Kräfte – neben unseren Berufen - in die Aufbauarbeit der Partei stecken, um den starken Zulauf zu steuern.
* Allgemeiner Überblick zu den direkten Steuern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Direkte Steuern sind Steuern, die der Steuerpflichtige direkt an den Staat abführt, indem er diese nicht über einen Dritten, sondern selbst direkt an die für ihn zuständige Finanzbehörde bezahlt. Die bedeutendste darunter ist die Einkommensteuer (Einkommen aus: Land- bzw. Forstwirtschaft, Gewerbetätigkeit, selbstständiger Tätigkeit, nichtselbstständiger Tätigkeit, Kapitaleinkünften, Vermietung bzw. Verpachtung und aus sonstigen Einkünften) Weiterhin gehören dazu für bestimmte Personengruppen Steuern wie Kfz-Steuer, Hundesteuer, Jagdsteuer, Kapitalertragsteuer, Abgeltungssteuer, Grundsteuer für Immobilienbesitzer, Grunderwerbssteuer für Immobilienkäufer, Erbschaftsteuer, Schenkungssteuer sowie Körperschaftsteuer für eine juristische Person (zum Beispiel eine GmbH) und die Gewerbesteuer.




